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Unsere Seide ist Handarbeit – von der Fütterung der Raupen bis zur Gewinnung der Fäden

Der Entstehungsprozess unserer Seidenprodukte

Was macht Maulbeerseide so besonders?

Wir sprechen von Maulbeerseide, wenn sich die Seidenraupen ausschließlich von den Blättern des Maulbeerbaums ernähren. Die Fäden, aus denen die Raupen ihren Kokon bauen, zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonders feinund gleichmäßig sind. Die Raupen wurden über Jahrtausende gezüchtet. Im Gegensatz zu wilden Arten spinnen sie Fäden, die bis zu 3500 Meter lang werden.

Seidenraupenzucht

In Ost- und Westchina herrschen die perfekten klimatischen Voraussetzungen für den Anbau der Maulbeerbäume. Durch spezielle Züchtung ist es möglich, zweimal im Jahr Raupen des Seidenspinners (Bombyx mori) schlüpfen zu lassen. Die Seidenraupenzucht gehört zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen der Region.

Handarbeit

Die Seidenfasern können nur mit höchstem handwerklichem Geschick gewonnen werden. Die Seidenkokons werden in heißem Wasser eingeweicht, damit die Fasern abgewickelt werden können. Die Rohseide wird gekocht, damit sich die äußere Sericin-Schicht löst. Ohne das Sericin werden die Fäden geschmeidig.

Geschmeidigkeit

Dank ihrer besonderen Beschaffenheit fühlt sich Seide auch auf empfindlicher Haut angenehm an. Menschen, die an Neurodermitis leiden, finden hier eine angenehme Lösung, Menschen mit Allergien können sich darauf verlassen, dass Seide keine Allergene annimmt. Seide verfügt außerdem über eine selbstreinigende Funktion, was sie besonders pflegeleicht macht.

Wunderwerk

Das Besondere an Maulbeerseide ist, dass die einzelnen Fäden kilometerlang sind und der Durchmesser eines einzelnen Fadens nur ca. 20 Mikrometer beträgt. Der Maulbeerseidenfaden zählt damit als die feinste Naturfaser. Trotzdem ist er widerstandsfähiger als andere Materialien und hat eine größere Zugkraft als Metall.

b2.4_maulbeerbaumplantage

Von der Raupe bis zur Seide:

  • Die Raupe frisst 30 Tage lang
  • Sie vervielfacht ihr Gewicht um das 10.000-fache
  • Sie häutet sich viermal bevor sie sich verpuppt
  • Den Kokon spinnt die Raupen aus einem einzigen Seidenfaden
  • Der Faden ist mehrere Kilometer lang
  • Für die Stabilität des Kokons produziert die Raupe Sericin, eine Art Kleber
  • Um den Kleber zu lösen, müssen die Kokons vor der Weiterverarbeitung ausgekocht werden
  • Der wertvolle Seidenfaden kann nur mit höchstem Geschick und größter Vorsicht abgewickelt werden

Wie entsteht eine Seidenbettdecke?

Damit wir Ihnen die höchste Qualität bei unseren Seidenbettdecken bieten können, werden die einzelnen Produktionsschritte mit größter Sorgfalt ausgeführt. Die Kokons müssen vom Seidenbast befreit werden, damit die Seidenfäden verwendet werden können, die Fäden werden zu einem Seidenvlies weiterverarbeitet und dieses naturweiße Seidenvlies bildet die Grundlage für die Füllung unserer Seidenbettdecke.

Seidenkokons

Die Seidenkokons werden sorgfältig in Wasser eingeweicht und gekocht. Das Sericin, der Seidenbast, wird durch diesen Vorgang entfernt, die Fasern werden weicher und glänzender. Die Kokons werden mit extremer Vorsicht gebürstet, sodass die wertvollen Fäden nicht beschädigt werden.

Seidenfasern

Nachdem die einzelnen Seidenfasern in Handarbeit aus dem Kokon gewonnen wurden, können sie nun weiterverarbeitet werden. Die einzelnen Fäden können kilometerlang sein, das macht unsere Seide so besonders. Die Arbeit mit den Fasern ist eine Herausforderung und erfordert höchstes Geschick.

Seidenvlies

Die Seidenfäden werden ebenfalls von Hand in ein Vlies gezogen. Dafür braucht man nicht nur Fingerspitzengefühl, sondern auch viel Kraft, denn das Seidenvlies muss die Größe der späteren Decken haben. Mehrere Personen sind für diesen Vorgang notwendig. Das Vlies wird gefaltet, was die Dicke der späteren Decke bestimmt und dem Vlies Stabilität verleiht.

Seidenbettdecke

Nachdem das Vlies schichtweise in unterschiedliche Richtungen übereinander gelegt wurde, wird es für die Füllung unserer Seidenbettdecken verwendet. Die Seidenfasern, mit denen Silk Couture arbeitet, verrutschen nicht. Es genügt, den Bezug am Rand festzunähen, die Steppung erfolgt aus rein optischen Gründen.